Die Termine

Rückblick auf die NWSIB-Tage 2009

[Foto: Winnfried Pudenz, Alfred Gössing und Stefan Wick]Das Fachcenter Vermessung / Straßeninformationssysteme (FCVS) veranstaltete Ende Oktober die vierten NWSIB-Tage in Gelsenkirchen. Alle zwei Jahre findet der Kongress im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, dem ehemaligen Stahlwerk Zeche Rheinelbe statt. Auch in diesem Jahr beherbergte das Glas-Stahl-Konstrukt Teilnehmer, Referenten und Aussteller aus unterschiedlichen Verwaltungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen, die aus der gesamten Bundesrepublik, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz anreisten. Den interessierten Fachleuten aus dem Bereich der Geoinformationssysteme wurde eine gelungene Mischung aus Vortrag, Präsentation und Diskussion geboten.

Im Fokus der NWSIB-Tage 2009 standen erneut Vorträge über GIS-Technologien und Verfahrensentwicklungen. Zentrales Augenmerk lag dabei auf den Geodateninfrastrukturen und dem Management straßenbezogener Informationen für Verwaltung und Wirtschaft. Die Tagung eröffnete Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW. Er hob in seiner Eröffnungsrede die zentrale Bedeutung der NWSIB bei der Aufgabenerfüllung des Landesbetriebes Straßenbau hervor. [Foto: Vortrag] Die Vortragsreihe begann mit den neuen Entwicklungen in der NWSIB. So wurde beispielsweise das Kartographie-Modul mit der Möglichkeit automatisiert Feldkarten zu erstellen vorgestellt. Die Direktanbindung an die NWSIB thematisierte der Vortrag über das erneuerte Fachsystem für den Unterhaltungs- und Instandsetzungsdienst (Fachschale UI). Zielsetzung war dabei auf das tagesaktuelle Straßennetz zugreifen zu können, dieses anzubinden und so einhergehende automatisierte Netzfortführungen und Datenumrechnungen ohne Datenverluste zu erreichen.
Am zweiten Tag wurden die Ergebnisse der bundesweiten Straßennetzgrundlage vorgestellt. Die Konzeptstudie zeigte auf, wie bestehende ASB-Netze der Straßeninformationssysteme mit Geometrie- und Sachinformationen aus kommerziell verfügbaren GDF-Netzen erweitert werden können. Der gemeinsame Nutzen dieser Untersuchungen ließ sich auch in dem Vortrag über das Verkehrsführungssystem der Bundeswehr wieder erkennen, ein Informationssystem um militärische Marschbewegungen zu berechnen und zu koordinieren (VerkFüSysBw).

[Foto: Foyer]Zwischen den Vorträgen wurde die Gelegenheit zum persönlichen Austausch genutzt. Zusätzlich animierten die Informationsstände im Foyer die Teilnehmer zum intensiven Erfahrungsaustausch mit den verschiedenen Ausstellern aus dem Bereich der Geoinformationen im Straßenbau. Hier wurden Fragen und Erfahrungen zu den Vortragsthemen oder aus dem täglichen Einsatz mit straßenbezogenen Daten individuell vertieft. Rückblickend konnten bei den NWSIB-Tagen 2009 die Entwicklungen im Bereich Straßeninformationssysteme mit Experten diskutiert werden, sowie zukünftige Chancen und mögliche Lösungsansätze besprochen werden.

Die kompletten Vorträge stehen zum download bereit.

(J. Schmidt, im Nov. 2009)


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